Home»Meine Gesundheit»Bayerische Landarztprämie stößt auf großes Interesse – Holetschek stärkt medizinische Versorgung auf dem Land

Bayerische Landarztprämie stößt auf großes Interesse – Holetschek stärkt medizinische Versorgung auf dem Land

0
Shares
Pinterest WhatsApp
https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2016/04/stmgp_facebook.jpg

Bayerische Landarztprämie stößt auf großes Interesse – Holetschek stärkt medizinische Versorgung auf dem Land – Bayerns Gesundheitsminister überreicht 100. Prämienbescheid.

Die Bayerische Landarztprämie stößt auf großes Interesse. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek anlässlich der Übergabe des 100. Landarztprämienbescheids am Montag in Tiefenbach im Landkreis Landshut hingewiesen. Der Minister betonte: „Ich freue mich sehr, dass ich bereits den 100. Landarztprämienbescheid überreichen kann – und das nur acht Monate nach der Umstellung unseres Förderprogramms auf die Landarztprämie. Das zeigt, wie attraktiv unser Programm ist.“

Der Minister überreichte den Bescheid an die Allgemeinmedizinerin Claudia Franke, die sich in Tiefenbach niedergelassen hat. Holetschek betonte: „Wir nehmen den ländlichen Raum ganz besonders in den Blick, denn unser Ziel ist klar: Eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau – und das flächendeckend in ganz Bayern und möglichst wohnortnah. Ärztinnen und Ärzte wie Claudia Franke, die sich für eine Praxis auf dem Land entscheiden, leisten dazu einen entscheidenden Beitrag.“

Die Erste Bürgermeisterin von Tiefenbach, Birgit Gatz, sagte: „Wir freuen uns sehr, dass unser Hausarzt Peter Maria Otto seine Praxisräume in die neue Ortsmitte von Tiefenbach verlegt und gleichzeitig die Leitung und damit auch die Verantwortung an seine junge Kollegin Claudia Franke übertragen hat. Eine wohnortnahe ärztliche Versorgung ist für uns als Kommune im ländlichen Raum enorm wichtig. Ich wünsche dem tatkräftigen Praxisteam alles Gute in seinen neuen Praxisräumen.“

Holetschek erläuterte: „Unsere Landarztprämie unterstützt die Niederlassung von Haus- und Fachärzten sowie von Kinder- und Jugendpsychiatern einmalig mit bis zu 60.000 Euro. Zentrale Voraussetzung ist, dass sich die Ärztinnen und Ärzte in Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern niederlassen. Bei Kinder- und Jugendpsychiatern liegt die Grenze bei 40.000 Einwohnern.“ Zusätzlich dürfen die Gemeinden nach der Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns nicht überversorgt sein.

Die bürokratieärmere Landarztprämienrichtlinie ersetzt seit Januar 2021 das bisherige Förderprogramm zur Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im ländlichen Raum. Zusammen mit dem Vorgängerprogramm der Landarztprämie hat das Gesundheitsministerium seit 2012 insgesamt bereits 843 Niederlassungen und Filialbildungen im ländlichen Raum unterstützt, darunter 608 Hausärztinnen und Hausärzte. Holetschek bekräftigte: „Bayern hat als eines der ersten Bundesländer ein Förderprogramm für Landärztinnen und Landärzte aufgelegt. Wir beugen dem drohenden Ärztemangel im ländlichen Raum damit schon frühzeitig vor.“

Holetschek ergänzte: „Allein im Landkreis Landshut konnten wir bereits 15 hausärztliche Niederlassungen und zwei Niederlassungen von Fachärzten bzw. Psychotherapeuten fördern.“

Der Minister betonte: „Wir haben in den letzten acht Jahren mehr als 53 Millionen Euro in die Hand genommen, um die Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten im ländlichen Raum noch attraktiver zu machen. Mit unserem Förderprogramm unterstützen wir aber nicht nur Praxisgründungen auf dem Land. Das Programm ruht noch auf einer weiteren Säule: dem Stipendienprogramm für Medizinstudierende.“

Der Minister erklärte: „Damit motivieren wir die angehenden Ärztinnen und Ärzte schon im Studium, später beruflich im ländlichen Raum Fuß zu fassen. Wer sich verpflichtet, seine Weiterbildung auf dem Land zu absolvieren und im Anschluss daran noch fünf Jahre dort zu praktizieren, erhält für maximal vier Jahre einen Zuschuss von monatlich 600 Euro.“

Holetschek bekräftigte: „Unser Engagement zahlt sich aus: Wir konnten bereits 270 Studentinnen und Studenten motivieren, später auf dem Land tätig zu sein.“

Artikel auf ‘Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege’ lesen

Previous post

Studie: Implantat erkennt mehr Komplikationen nach Herzinfarkt

Next post

Telemedizin für Praxen: Modellprojekt zeigt positive Zwischenbilanz